4,9 er MW-Test zur Vorselektion zur Umstellung auf SC-Bienen

Dokumentation der Umstellung des Berufsimkers Honig-Klaus auf Teneriffa, Start 2014

Re: 4,9 er MW-Test zur Vorselektion zur Umstellung auf SC-Bi

Beitragvon Honig-Klaus » Di 11. Mär 2014, 04:14

Sulz hat geschrieben:@klaus. konntest du unterschiede bei den völkern am drohnenbau feststellen, in bezug auf die fähigkeit des ausbaus der kleinen zellen?

Hallo Sulz, ich habe bisher nur die Zuchtvölker auf 4,9er Baufähigkeit getestet (hatte nicht mehr 4,9er MW zu Verfügung - wenn ich soweit bin, dass ich mir selbst welche herstellen kann, teste ich auch noch die anderen Völker von mir), diese Völker haben schon im Januar mitten ins Brutnest eine ausgebaute Drohnenwabe bekommen, da ich von diesen Völker die Drohnen für die Zucht brauche.
Der Waben-Abstand meiner Brutwaben beträgt 34 mm und der des Drohenrahmens 35 mm - hier konnte ich bei den getesteten Völkern keine Probleme mit der Breite der Drohnenwabe feststellen.
Die Bienen ziehen sich nach Stärke des Volkes die Menge Drohnen die sie benötigen - regulieren das schon selbst - ist so meine Beobachtung hier.

Noch was zur Drohnenbrut - wenn Völker das HV gut praktizieren, ist auch das Drohnenbrutschneiden überflüssig - denn dann wird auch in der Drohnenbrut die Varroa von den Bienen ausgeräumt.
Schreibe dies deshalb hier noch mal, da ich die Tage mein VT-Testvolk wieder mal kontrolliert habe und dieses Verhalten dort feststellen konnte.
Das VT-Testvolk ist jetzt im 4 Jahr ohne irgendeine Varroabehandlung und hat sich sehr gut entwickelt - zeigt das HV in Arbeiterinnen- und auch in der Drohnenbrut!
Habe im Moment zu wenig Zeit - aber demnächst werde ich dies noch näher und ausführlicher dokumentieren (auch mit Bildern!) - also noch ein wenig Geduld bitte!

LG Klaus
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Re: 4,9 er MW-Test zur Vorselektion zur Umstellung auf SC-Bi

Beitragvon Sulz » Di 11. Mär 2014, 18:28

hallo klaus!

von mir aus hast du alle zeit der welt. lieber genaue angaben, als verfrühte vermutungen.

alles was bei dir und mir identisch ist, sollte grundsätzlich in allen klimazonen auch so passieren.
du lässt schon mittelwände ausbauen, und ich warte noch auf den reinigungsflug bei 3 völkern. (bei den anderen hat er stattgefunden.) von dem klima her sind unsere bienenstandorte am unterschiedlichsten.

lg sulz.
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Re: 4,9 er MW-Test zur Vorselektion zur Umstellung auf SC-Bi

Beitragvon Udo » Do 13. Mär 2014, 09:25

Weitere Beiträge hierhin: viewtopic.php?f=113&t=1303&p=10417#p10406 verschoben.
Herzliche Grüße
Udo


Wenn du dich zu 100% auf die Tiere einlässt, dann wirst du feststellen daß du dich von den Menschen immer mehr entfernst.
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Re: 4,9 er MW-Test zur Vorselektion zur Umstellung auf SC-Bi

Beitragvon Honig-Klaus » Di 18. Mär 2014, 23:02

Hier nun die weiteren Ergebnisse und Entwicklung des am 4.2. auf 4,9er Test-MW gesetzten kleinen Schwarmes von mir:

Umstellung 4,9er + VT-Volk 289.JPG

Umstellung 4,9er + VT-Volk 277.JPG

Umstellung 4,9er + VT-Volk 278.JPG

Umstellung 4,9er + VT-Volk 279.JPG

Umstellung 4,9er + VT-Volk 283.JPG

Umstellung 4,9er + VT-Volk 286.JPG

Umstellung 4,9er + VT-Volk 128.JPG

Umstellung 4,9er + VT-Volk 280.JPG

Umstellung 4,9er + VT-Volk 282.JPG


Resümee:Dieser kleiner Schwarm von mir hat bisher alle ihm gegebenen 4,9er Test-MW gut ausgebaut und angenommen;
zeigt das HV und entwickelt sich sehr gut;
und in ein paar Wochen werden dann alle vorhandenen Bienen in ihm aus kleinen Zellen geschlüpft sein.
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Re: 4,9 er MW-Test zur Vorselektion zur Umstellung auf SC-Bi

Beitragvon Christian » Mi 19. Mär 2014, 00:03

Servus Klaus,
Gratuliere!!! Solche tollen Anfangsergebnisse hatte ich bei weitem nicht. Vor allem sitzt auf kleinen Zellen und zeigt schon jetzt HV. Ich bin mir mittlerweile sicher, daß die Unterschiede sowohl im Bauen, als auch vor allem im HV von der Rasse abhängig ist.
Eine zweite Möglichkeit wäre natürlich, und die darf man nicht außer Acht lassen, daß die "urtümlichere, züchterisch wenig geforderte und beeinflußte Kanarische Biene dieses überlebensnotwendige Verhalten noch hat und die züchterisch bereits massiv bearbeitete Carnica bereits (fast) verloren hat. Daß sie überlebt, dafür sorgt schon der Imker; sie braucht nur viel Honig zu bringen und nicht zu stechen... Zu Bretschkos Zeiten wurde sogar noch Antibiotika und Fumidil B, teilweise sogar prophylaktisch, empfohlen. (Stichwort: Heilfutterteig)
Umso mehr sind wir gefordert, daß wir bei der Carnica durch beinharte Selektion und eventuell durch gezielte Kombination das HV-verhalten wieder festigen.
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Re: 4,9 er MW-Test zur Vorselektion zur Umstellung auf SC-Bi

Beitragvon tromeoklaus » Mi 19. Mär 2014, 22:26

Guten Abend Klaus,

hast Du an einigen Waben die rechte Ecke abgeschnitten? Es sieht so aus als ob dort groesser gebaut wurde.

Saludos Tromeoklaus
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Re: 4,9 er MW-Test zur Vorselektion zur Umstellung auf SC-Bi

Beitragvon Honig-Klaus » Do 20. Mär 2014, 00:00

Hallo Klaus,

Ich habe hier bei den 4,9 er Test-MW keine Ecke für den Drohnenbau rausgeschnitten, bisher hat dieser Schwarm die beiden unteren Ecken der 4,9 er MW noch nicht ausgebaut und auch nicht größere Zellen gebaut - es kann gut sein, dass sie hier später dann Drohnenbau ausführen.
Aber das überlasse ich den Bienen selbst - die machen das dann schon von alleine.
Will auch sehen, wann und wie sie damit anfangen.

Auch von mir Saludos nach Kantabrien!
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Re: 4,9 er MW-Test zur Vorselektion zur Umstellung auf SC-Bi

Beitragvon Honig-Klaus » So 23. Mär 2014, 22:27

Hier nun ein weiterer Ausbau-Test bei meinen Bienen:

Folgender Ableger habe ich für einen Ausbau-Test der schwedischen 4,9er MW und einer von meiner Kunststoff-Matrix mit der "Neuen Zellgeometrie" hergestellten MW, die exakt 4,85 nach allen Seiten hat verwendet.

Umstellung 4,9er + VT-Volk 290.JPG

Umstellung 4,9er + VT-Volk 296.JPG

Umstellung 4,9er + VT-Volk 299.JPG

Umstellung 4,9er + VT-Volk 237.JPG

Umstellung 4,9er + VT-Volk 291.JPG

Umstellung 4,9er + VT-Volk 294.JPG


Dieser Großzell-Ableger hat die 4,9er schwedischen MW sehr gut ausgebaut, jedoch schafft er die 4,85er Test-MW mit der "Neuen Zellgeometrie" noch nicht - werde aber diesen Versuch noch mal wiederholen, wenn alle Bienen aus diesem Ableger aus 4,9er Waben geschlüpft sind.
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Re: 4,9 er MW-Test zur Vorselektion zur Umstellung auf SC-Bi

Beitragvon Honig-Klaus » Mi 2. Apr 2014, 23:42

Weitere 4,9er Test-MW Ausbauergebnisse von Zuchtvölkern die erst später damit begonnen haben die 4,9er Test-MW auszubauen:

Umstellung 4,9er + VT-Volk 258.JPG

Umstellung 4,9er + VT-Volk 259.JPG

Umstellung 4,9er + VT-Volk 260.JPG

Umstellung 4,9er + VT-Volk 261.JPG

Umstellung 4,9er + VT-Volk 264.JPG

Umstellung 4,9er + VT-Volk 266.JPG

Umstellung 4,9er + VT-Volk 268.JPG

Umstellung 4,9er + VT-Volk 302.JPG

Umstellung 4,9er + VT-Volk 306.JPG

Umstellung 4,9er + VT-Volk 309.JPG
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Re: 4,9 er MW-Test zur Vorselektion zur Umstellung auf SC-Bi

Beitragvon Runner » So 6. Apr 2014, 11:59

Hallo miteinander!

Ich hab das mit den Drohnenecken auch wieder aufgehört. Ich habe nämlich festgestellt, dass ich bei den Drohnenecken in der Mittelwand, einiges an Drohnen weniger hatte als Jahre zuvor, wo ich die Drohnenecken noch nicht hatte. Es kann vielleicht Zufall sein, dass letztes Jahr allgemein wenig Drohnen hatte, aber von so etwas habe ich noch nie gehört. Bei mir ist es nämlich vorgekommen, dass die Bienen zu Hauf die Drohnenecken links liegen ließen und irgenwo an der Mittelwand, wo sie eigentlich 4,9er bauen sollten, einfach Drohnenbrut ansiedelten. Das war vorher nicht so. Da bauten die Bienen schön den Baurahmen aus. Das super Risiko liegt natürlich auf der Hand, dass man sich zu Hauf die Varroen heranzieht. Ich bin nämlich schon länger der Meinung, dass das mit der Königinenzucht wahrscheinlich überbwertet ist. Wieso?? Ich beobachte bei den Imkern der Umgebung und die ich sonst so kenne, dass die oft mit den Belegstellen gar nicht zufreiden waren. 60% keine Begattung ist hier keine Seltenheit. Und das Gejammer groß. Nun hab ich von einem gelesen, der genau von dieser Belegstellenbegatterei nichts mehr wissen wollte, weil er soviel Pech hatte und hat das seinen eigenen Drohnen am Stand überlassen. Resultat nach Jahren, war dann,bei zu wenig Drohnen war das Material auch schlechter das er an Königinnen hatte. Seid dem schaut der auch auf genügend Drohnen. Das Risiko sich die Varroen hernzuziehen ist natürlich auch da. Gruß Runner
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Re: 4,9 er MW-Test zur Vorselektion zur Umstellung auf SC-Bi

Beitragvon Christian » So 6. Apr 2014, 20:23

Servus Klaus,
Kannst auf Deine Mädels wirklich stolz sein!! Da hast Du genug Auswahl für die Nachzucht. Wenn Deine PSM-probleme nicht wären, könnten wir alle Dich beneiden. Ich hoffe, daß Du brauchbare Alternativstände findest, denn dieses Material darf aus züchterischen Gründen nicht verloren gehen!!
Wenn Du dann die MWpresse haben wirst und wahrscheinlich heuer noch einige umstellen wirst, vergiß bitte nicht sie extra zu stellen. (Reinfektion)
Ich denke, dieser fred wird heuer noch hoch frequentiert werden. Freu mich schon darauf. ;) ;)
lg Christian
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Re: 4,9 er MW-Test zur Vorselektion zur Umstellung auf SC-Bi

Beitragvon Honig-Klaus » Sa 5. Jul 2014, 23:09

Hallo zusammen,

habe diese Saison dazu benutzt und die verschiedensten Test zur genetischen Kleinzell-Ausbaufähigkeit meiner Bienen durchgeführt.
Hier nun eine weitere Möglichkeit der Vortestung schon in den Begattungskästchen auf die genetische Fähigkeit einer Königin zur Kleinzell-Baufähigkeit.
Diese Vortestung macht aber nur Sinn, wenn schon die jungen Baubienen von dieser Königin sind!

120.JPG

121.JPG

030.JPG


Königinnen, deren Baubienen die 4,9er nicht ausbauen können, bleiben bei mir vorerst für die Großzellvölker im Wirtschaftsbetrieb.
Diese kann ich später, wenn genügend 4,9er Waben vorhanden sind hinführen zu den Kleinzell-Waben, da ich nicht über den 5,1 Schritt die Umstellung praktiziere, da genügend Völker vorhanden sind, die 4,9er MW gut ausbauen können (ist für mich dann einfacher!).

Auch mit dieser Methode kann ich schon eine gute Vorselektion der Königinnen auf ihre Kleinzell-Baufähigkeit in sehr kleinen Einheiten durchführen.

LG Klaus
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Re: 4,9 er MW-Test zur Vorselektion zur Umstellung auf SC-Bi

Beitragvon Sulz » So 6. Jul 2014, 19:44

hallo klaus!

das finde ich eine sehr gute Idee!!!!!!!!!!

damit wird den bienen, und dem imker viel stress erspart. ;)

lg sulz.
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Re: 4,9 er MW-Test zur Vorselektion zur Umstellung auf SC-Bi

Beitragvon Christian » So 6. Jul 2014, 20:40

Servus miteinander,
Ich mache diese Vorprüfung bei neu auf kleine Zellen umzustellende mit den 3-Wabenableger im Standmaß. (nach Pfefferle)
Alle "Nichtkönner" findet man aber so auch nicht.
lg Christian
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Re: 4,9 er MW-Test zur Vorselektion zur Umstellung auf SC-Bi

Beitragvon Ralf_H » So 6. Jul 2014, 23:00

Meine Bienen konnten alle auf Anhieb die schwedischen 4,9er und die von Tekdiver in MiniPlus perfekt bauen! Auf Dadant oder Zander sah das dann gleich ganz anders aus. Irgendwie scheint die Größe der Beute oder des Rähmchens - zumindest bei meinen Bienen - einen erheblichen Einfluss auf die Fähigkeit kleine Zellen zu bauen zu haben.
Also, Bienen, die nicht einmal im Begattungskästchen kleine Zellen bauen können, werden das in großen Kisten sicher erst recht nicht schaffen; somit sicher ein sinnvoller Test.
VG
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Re: 4,9 er MW-Test zur Vorselektion zur Umstellung auf SC-Bi

Beitragvon Honig-Klaus » So 6. Jul 2014, 23:40

Hallo Ralf,

mich würde hier mal interessieren, ob Du einen Unterschied im Ausbauen der Schwedischen 4,9er MW und der von Tekdiver bei Deinen Völkern feststellen konntest - hast Du mal probiert beide zusammen in dem gleichen Volk ausbauen zu lassen, um zu sehen ob eine davon besser von den Bienen angenommen und ausgebaut wird?

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Re: 4,9 er MW-Test zur Vorselektion zur Umstellung auf SC-Bi

Beitragvon kenvent123 » So 6. Jul 2014, 23:53

ja,ich kann mir auch gut vorstellen,dass groessere flaechen den bienen mehr schwierigkeiten bereiten.
habe vor einiger zeit einen schwarm in einem abgelegenen tal eingefangen,wo weit und breit keener imkert.die bienen schienen mir eher klein und so habe ich auch zwei testwaben 4,9mm eingehaengt.die baute er im nu tadellos aus.dann honigte es und er vergass wie das geht.bin aber sicher,dass er in zukunft es wieder kann.
uebrigens,habe ein paar voelker,die die 4,9er einigermassen gut hinbekommen.
gruesse von der insel,
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Re: 4,9 er MW-Test zur Vorselektion zur Umstellung auf SC-Bi

Beitragvon Ralf_H » Mo 7. Jul 2014, 08:34

Hallo Klaus!
Honig-Klaus hat geschrieben:Hallo Ralf,

mich würde hier mal interessieren, ob Du einen Unterschied im Ausbauen der Schwedischen 4,9er MW und der von Tekdiver bei Deinen Völkern feststellen konntest - hast Du mal probiert beide zusammen in dem gleichen Volk ausbauen zu lassen, um zu sehen ob eine davon besser von den Bienen angenommen und ausgebaut wird?

LG Klaus


Hab ich probiert, in MiniPlus gingen beide fast immer perfekt. In den großen Beuten nach Umstellung über Rovergarden oder durch ausgebaute Waben waren die schwedischen fast immer gut, während die Bienen bei denen von Tekdiver doch gewisse Schwierigkeiten hatten die gut zu bauen.
Übrigens die mit (Jonnys) 4,9er Mittelwandpresse von Alfranseder hergestellten Mittelwände vermurksen sie fast komplett. In MiniPlus hab ich die allerdings noch nicht probiert.
LG
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Re: 4,9 er MW-Test zur Vorselektion zur Umstellung auf SC-Bi

Beitragvon Honig-Klaus » Di 8. Jul 2014, 06:58

Hallo Ralf,

Deine Ergebnisse bestätigen mehr oder weniger auch meine Eigenen, nur hatte ich keine 4,9er von Tekdiver zur Verfügung.
Ich habe jetzt die schwedischen 4,9er MW, die österreichische (die eher 4,8 ist!), eine eigen gegossene 4,85er (mit neuer Zellgeometrie) und seit kurzem die exakte 4,9er (auch mit neuer Zellgeometrie) mit der Myron Kropf-Prägung getestet.

Mir geht es auch dadrum herauszufinden, welche Kleinzell-Prägung von den Bienen leichter angenommen und ausgebaut wird, damit wir uns nicht zusätzlich eine Umstellung auf kleine Zellen erschweren.
Jedenfalls gibt es da schon gewaltige Unterschiede!

Werde versuchen diese Woche meine Ergebnisse und Erfahrungen hierüber mal zu posten.

LG Klaus
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Re: 4,9 er MW-Test zur Vorselektion zur Umstellung auf SC-Bi

Beitragvon kenvent123 » Di 8. Jul 2014, 11:41

gruss aus irland,
moechte hier nur erwaehnen,dass es mir relative leicht faellt,meine voelker auf 4,9mm zu reduzieren.der hauptgrund dafuer ist,dass es dieses forum gibt und einige imker,die sich grosse muehe geben,ihre erfahrungen und wissen auch weiterzugeben.
dafuer einen herzlichen dank !!!!
hans
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Re: 4,9 er MW-Test zur Vorselektion zur Umstellung auf SC-Bi

Beitragvon Honig-Klaus » Di 8. Jul 2014, 21:56

Unterschiedliche Kleinzell-Mittelwände im Test:

306.JPG

327.JPG


Getestet wurde die Ausbau-Qualität dieser unterschiedlichen SC-Mittelwände zum einem in schon auf schwedischen 4,9er umgestellten Völker/Ablegern, in Großzell (GC) Völkern, in Kunstschwärmen, in Naturschwärmen und in Fluglingen.

153.JPG


Diese beiden SC-Ableger wurden mit den 4,9er schwed. MW erstellt, die sie beide sehr gut von Anfang an ausgebaut haben.
Zur Testung bekamen sie nun die österreichischen 4,8er MW (A-4,8) rein.
Der linke SC-Ableger baute die etwas kleinere (4,8er!) österreichische Mittelwand bis auf wenige Stellen gut aus.

160.JPG


Der rechte SC-Ableger, der auch die (S-4,9er) schwed. 4,9er MW gut ausbaut, hat mit den österreichischen 4,8er (A-4,8er) mehr Probleme diese gut auszubauen.
164.JPG


134.JPG


Dieser Nachschwarm mit noch unbegatteter Königin kam komplett auf die österreichischen 4,8er MW (A-4,8)

179.JPG


Hier nun die Ausbauergebnisse der A-4,8er MW dieses Nachschwarmes:

180.JPG

181.JPG

182.JPG

184.JPG

185.JPG

186.JPG


Und hier noch ein SC-Ableger auf schwed. 4,9er der als zweite Zarge die A-4,8er MW bekommen hat und diese zum Teil schon bebrütet.

430.JPG

429.JPG

428.JPG


409.JPG


Die direkte Umstellung bei meinen Bienenvölkern von Großzeller auf Kleinzeller wie ich sie praktiziere über die (S-4,9er) schwedischen 4,9er MW geht bei einem guten Teil meiner Völker recht problemlos, jedoch mit der (A-4,8er) österreichischen 4,8er MW wären auch die meisten solcher Völker überfordert.
Die kleinere A-4,8er wird zwar von meinen SC-Ablegern ausgebaut, besser und gleichmäßiger sind aber die Ergebnisse bei der (schwedischen) S-4,9er und wie sich jetzt nach neuen Test-Versuchen herausstellte, auch bei der exakten 4,9er Myron Kropf Mittelwand mit der neuen Zellgeometrie, diese wird ebenfalls sehr gut ausgebaut (auch schon von einem Teil meiner Großzellvölker).
Diese 4,9er Myron Kropf Mittelwand hat die exakten Maße von 4,9 in alle drei Richtungen und die Zellböden sind tiefer (wie bei einer Naturwabe!).

433.JPG

393.JPG

407.JPG
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Re: 4,9 er MW-Test zur Vorselektion zur Umstellung auf SC-Bi

Beitragvon Christian » Di 8. Jul 2014, 22:21

Servus miteinander,
@hans: Deine Umstellerfolge beruhen nicht nur auf diesem Forum, sondern auch auf der dunklen Biene. Bei ihr geht die sie viel einfacher und schneller, als bei der Carnica.
@klaus: Die Myron Kropf MW sieht schon super aus. Großen Dank an Udo!. Einstein hat die ersten 4,8er Walzen zurückgegeben und bekommt "echte" 4,9er Walzen - angeblich. Sollten jeden Tag da sein. Dann werden meine ganzen 4,8er nochmals auf 4,9 umgearbeitet. Werde dann berichten, wie sie "wirklich" aussehen.
Ich freue mich mit Dir, wie glatt die Umstellung sich bei Dir anlässt!
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Re: 4,9 er MW-Test zur Vorselektion zur Umstellung auf SC-Bi

Beitragvon Viennasissi » Mi 9. Jul 2014, 07:32

Servus Klaus,

vielen Dank für Deine Mühe uns Deine Ergebnisse zu zeigen. Ich werde dann meine MW von Einstein nicht weiter verwenden - hab noch genug schwedische. Sollten die neuen MW dann wirklich 4,9 sein, werde ich natürlich die österr. verwenden.

Tolle und anschauliche Fotos - nochmals Danke!
Liebe Grüße
Elisabeth


Ich bin Pessimist für die Gegenwart, aber Optimist für die Zukunft.
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Re: 4,9 er MW-Test zur Vorselektion zur Umstellung auf SC-Bi

Beitragvon Franz Emmerig » Mi 9. Jul 2014, 16:14

Bei einigen Bildern von Honig-Klaus ist zu sehen, was ich bei meinen 5,1ern auch mehrmals beobachtet habe, nämlich dass die Mittelwände im Brutbereich ausgebaut werden, aber im Bereich des Honigkranzes oben herum wenig oder nicht ausgebaut wurden.
Franz :nachdenk:
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Re: 4,9 er MW-Test zur Vorselektion zur Umstellung auf SC-Bi

Beitragvon kenvent123 » Mi 9. Jul 2014, 21:54

hallo franz,
ich glaube das liegt daran,dass waehrend des bauens zuwenig honig eingetragen wird.somit reicht der futterbedarf nur fuer die brut und es koennen keine vorraete angelegt warden.also wieso auch fuer vorraete bauen??
hans
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kenvent123
 
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