behandlungsfreie bienenhaltung

Kann ich Arbeitsanweisungen "einfach so" immer und überall übernehmen? Oder warum ist es wichtig regionalen Besonderheiten zu beachten.

behandlungsfreie bienenhaltung

Beitragvon Sulz » Sa 21. Sep 2013, 22:06

hallo zusammen!

ich erachte es als sehr wichtig, mal darauf hinzuweisen:

der faktor X, der notwendig ist damit ein bienenvolk überlebt, ist NICHT automatisch bei einem kleinzellenvolk vorhanden.
auch das vorhanden sein des hygienischen verhaltens (brutputztrieb), hat mit der varroawiderstandskraft eines bienenvolkes noch wenig zu tun. (die milbe bleibt dabei unbehelligt).
es gibt einen unterschied zwischen dem putztrieb, und dem VSH. es braucht viel erfahrung, den unterschied zu erkennen.

ich rate daher allen anfängern die völker (noch) zu behandeln.

ich arbeite zur zeit daran: gibt es eine möglichkeit die "krise" zu umgehen, oder zumindest abzuschwächen.

es ergibt wenig sinn, ein volk nach dem anderen in die krise zu schicken, um festzustellen: sie konnten es nicht!!!!!!

der imker muss noch viel lernen!!!!! (auch ich) ob es wirklich alle bienen können, muss zuerst abgeklärt werden.

lg sulz.
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Re: behandlungsfreie bienenhaltung

Beitragvon Honig-Klaus » So 22. Sep 2013, 00:47

Ich möchte noch was zu den Anmerkungen von Sulz zur behandlungsfreien Bienenhaltung, die sehr wichtig sind, ergänzend hinzufügen.

Erfahrung kommt nicht von Heute auf Morgen!

Ich brauche aber genügend Erfahrung mit dem Bien, um rechtzeitig reagieren zu können, damit wir nicht "sinnlos" Bienenvölker "opfern"!

Eine noch Behandlung der Bienenvölker ist eine "Gradwanderung" für uns und die Bienen!

Aber nur mit einer wirklich notwendigen und bedachten Behandlung, können wir unsere Völker unterstützen, dass diese wieder lernen sich von sich aus gegen die Varroa zu wehren ohne sie dabei zu opfern, aber dafür benötigen wir auch wieder viel Erfahrung!

Erfahrung im richtigen Erkennen, das Notwendige zum richtigen Zeitpunkt zu machen - dies ist für Erfahrene schon schwierig, aber für Anfänger enorm schwierig - deshalb führt euch den Satz von Sulz vor Augen: "ich rate daher allen Anfängern die Völker ( noch ) zu behandeln"

- hierdurch lernt Ihr im laufe Zeit und bekommt immer mehr Erfahrungen und Sicherheit im bienengerechten Umgang mit euren Völkern, ohne
diese sinnlos geopfert zu haben.

LG Klaus
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Re: behandlungsfreie bienenhaltung

Beitragvon Sulz » Fr 1. Nov 2013, 20:14

hallo zusammen!

ich versuche mal einen schritt weiter zu gehen.

eine behandlungsfrei bienenhaltung stütz sich aus meiner sicht auf 3 säulen.

1. standort:
hier wird das klima, das nahrungsangebot, die bienendichte,die umweltgifte etc. welches für die bienen von bedeutung ist berücksichtigt.

2. die biene:
hier werden alle genetischen formen und verhaltensweisen, sowie die erlernbarkeit berücksichtigt.

3. betriebsweise:
hier werden alle eingriffe, kastenformen, platzangebot, zu verwendende materialien, wandern etc. berücksichtigt.

die summe jeder einzelnen säule, sowie die summe von allen zusammen führt letztenendes erst zum erfolg.
ein defizit in einer säule kann von den anderen 2 kompensiert werden. aber nur wenn das defizit nicht alzu gravierend ist.

fortsetzung folgt.

lg sulz.
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Re: behandlungsfreie bienenhaltung

Beitragvon Sulz » Fr 1. Nov 2013, 23:34

fortsetzung!

ich versuche nun mal das optimum aufzuschreiben.

das optimum kann zwar in der praxis nie erreicht werden, sollte aber anstrebenswert bleiben.

1. standort: konstantes, ergiebiges, abwechslungsreiches nektar und pollenangebot. milde winter mit ausreichenden möglichkeiten zum reinigungsflug. geringe bienendichte. frei von umweltgiften und krankheitskeimen.

2. die biene: eine vitale, sanftmütige, schwarmträge und leistungsfähige biene, welche sich gegen äussere feinde, parrasiten und krankheitskeime wehren kann.

3. betriebsweise: eine stressfreie, und auf die bedürfnisse der bienen ausgerichtete haltung.

unter punkt 1 und 2 sind sich die meisten imker wohl noch einig. jedoch unter punkt 3 gehen die meinungen sehr auseinander.

ich gehe davon aus, dass das nichts neues ist. aber die einzelnen säulen müssen aus meiner sicht diferenziert betrachtet werden, und wieder in der gesamtsumme vereint werden.

z.b. das wandern: eine wanderung mit den bienen kann im volk stress verursachen (neg. unter punk 3). wirkt sich aber positiv unter punkt 1 aus. wenn sich nun durch die wanderung die gesamtsumme verbessert, ist das wandern ein vorteil für die bienen.

lg sulz.
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Re: behandlungsfreie bienenhaltung

Beitragvon Sulz » Sa 2. Nov 2013, 19:39

hallo zusammen!

welche minimalanforderungen in den einzelnen säulen müssen nun erreicht werden, damit eine behandlungsfreie bienenhaltung überhaupt möglich ist.

alle säulen ins detail zu zerlegen, würde meine schreibfähigkeit überlasten. ich werde dies nur oberflächlich machen.

1. standort: darüber hat christian schon geschrieben. in PSM gebieten, und bei einer starken reinvasion empfehle ich weiterhin zu behandeln.

2. die biene: hier ist auch für mich das grosse unbekannte vorhanden. gen. SC haben deutliche vorteile gegenüber gen. LC.

3. betriebsweise: da das auräumen der milbe aufgabe der bienen ist, kann hier nur unterstützend eingegriffen werden. doch sollte beachtet werden; ein JEDER eingriff ist eine störung für die bienen.

ich empfehle mal jedem seinen standort und die betriebsweise zu überprüfen.

lg sulz.
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Re: behandlungsfreie bienenhaltung

Beitragvon Sulz » Mo 6. Jan 2014, 22:51

hallo zusammen!

noch eine info!

wer mit der behandlungsfreien bienenhaltung beginnen möchte, dem empfehle ich, mit max. 3-4völkern zu starten.
wenn der standort gut ist, müssten sie grundsätzlich das erste jahr überleben.
auch die propagierte ablegermethode ist mit vorsicht zu geniessen. dabei werden die milben von einem volk auf zwei verteillt. durch die störung, und die gesteigerte bruttätigkeit, welche durch die aufteilung der bienen auf 2 völker entsteht, kann sich die milbe sogar stärker vermehren als im ungeteilten volk.
mit milbenregulation, durch das bienenvolk, hat das ja dann wenig zu tun.

lg sulz.
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Re: behandlungsfreie bienenhaltung

Beitragvon Sulz » So 9. Aug 2015, 13:41

hallo zusammen!

nachdem es nun auf dem carnica aussenstand bis dato reibungslos abgeht (sogar besser als auf dem heimstand) wage ich es mal die positiven, neutralen und negativen punkte hinsichtlich der behandlungsfreien bienenhaltung (überlebensfähigkeit von Bienenvölkern, ohne milbenreduzierende Massnahmen durch den imker/in.) in MEINER GEGEND aufzuführen.

positiv:

-sonniger Standort.
-kompakter bien.
-reichlich vorhandenes offenes futter in, und um das brutnest. (gute pflege)
-kleine bienen/drohnen, hüngelertyp.
-frühe Auffütterung.

neutral:

-die effektiv vorhandene zellengrösse.
-housseln.
-Überwinterung auf honig.
-Anteil drohnenbrut.
-die rasse (carnica/nigra)

negativ:
-grosse bienen/drohnen, brütertyp.
-"trockenes" brutnest
-umstellen, einhängen von waben im brutnest.
-entfernen von waben nach der Sommersonnenwende aus dem brutnest. (zb. ableger)
-nachschwärme im juli/aug.
-scharfes abernten der völker.
-späte Auffütterung.

diese liste, ist unvollständig. wenn jemand über einen, mehrere oder nicht aufgeführten punkte diskutieren, oder fragen stellen will, den bitte ich, im premium-Forum einen entsprechenden fred zu erstellen.

lg sulz.
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Re: behandlungsfreie bienenhaltung

Beitragvon Sulz » Di 25. Aug 2015, 12:04

hallo zusammen!

nachdem ich nun meinen Bienenstand 5 jahre ohne varroabehandlung geführt habe, (ich werde es auch noch weitere jahre tun) und ich beschlossen habe, mich wieder aus der Öffentlichkeit zurück zu ziehen, mache ich mal einen abschlussbericht.

aus meiner sicht, sollte eine behandlungsfreie bienenhaltung mit einer guten pflege der bienen, in allen gegenden möglich sein wo noch eine intakte, bienenfreundliche Umwelt vorhanden ist.

um die völkerverluste so tief wie nur möglich zu halten, sollte das "tal der tränen" nur mit max. 2-3 Völkern durchschritten werden. später können dann die überlebenden vermehrt werden, um nach und nach den bestand zu erhöhen.

inwiefern dann eine ertragsorientierte bienenhaltung ohne Behandlung möglich ist, ist eine andere frage. diese muss ein jeder imker für sich selber entscheiden.

in dem sinne wünsche ich allen viel glück und erfolg mit euren bienen.

lg sulz.
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Re: behandlungsfreie bienenhaltung

Beitragvon Peter Weber » Di 25. Aug 2015, 21:23

Schade das Du wegbleiben willst.
Ich fand Deine Beiträge als Bereicherung und lieferten manchen Anstoß.
Gruß Peter
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Re: behandlungsfreie bienenhaltung

Beitragvon Sulz » Do 27. Aug 2015, 09:18

hallo zusammen!

zur Klarheit:

für fragen zur behandlungsfreien bienenhaltung, (krankheitsresistenter bienen) stehe ich allen imkern weiterhin zur verfügung.

das führen von krankheitsresistenter Bienenvölker beginnt aber im kopf des IMKERS, und nicht im Bienenvolk. berichte sind daher erst sinnvoll, wenn ein umdenken stattgefunden hat.

Fazit: der fokus muss weg von der Milbe. wir wollen ja BIENEN halten, und nicht MILBEN.

lg sulz.
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Re: behandlungsfreie bienenhaltung

Beitragvon Sulz » Do 27. Aug 2015, 12:39

nachtrag!

ein kleines Beispiel:

2 imker verwenden 4,9er mittelwände. der eine, weil es die von den bienen gewünschte zellengrösse ist.

der andere, weil die kleinen zellen eine varroahemmende Wirkung haben.

in der Praxis machen beide das gleiche.......................................nur der gedanke dahinter ist der andere.

lg sulz.
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Re: behandlungsfreie bienenhaltung

Beitragvon Udo » Do 27. Aug 2015, 13:58

Okey Sulz,

ich komme jetzt auch mal "kryptisch" wie der Franz es nennt.

Wie will ein Zimmermann mit seiner Arbeit fertig werden, wenn er den Nägeln nicht auf den Kopf haut?
:kitzeln:

Bedenke: Nicht jeder sieht den rechten Weg wenn er sich in einem Irrgarten befindet.

Nun, vielleicht ist es auch besser bestimmte Themen im "Premium Bereich" anzusprechen. :zwinker:
Herzliche Grüße
Udo


Wenn du dich zu 100% auf die Tiere einlässt, dann wirst du feststellen daß du dich von den Menschen immer mehr entfernst.
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Re: behandlungsfreie bienenhaltung

Beitragvon Manuel » Fr 28. Aug 2015, 23:46

Hallo Sulz,

ich erachte deinen Vorsatz, dich zurück zu ziehen als ein bisschen vorschnell :)

Ich lerne immer mehr Imker kennen welche ohne Varroabehandlung Bienen halten und auch Honig und anderes von ihrem Bienen ernten können. Die Gruppe von interessierten Imkern wächst von Tag zu Tag.
Du hast ein ungeheures Wissen über die Bienen und ich wünsche mir du mögest uns daran teilhaben lassen!! In vielen Belangen habe ich von dir gelernt und enorm dadurch profitiert, meine Bienen danken es dir ()

Du hast mir den Mut gegeben diesen Weg weiter zu beschreiten, auch wenn ich es anders mache wie man oder du es mir empfohlen haben, so versuche ich die guten Ratschläge soweit es geht und in meinen Augen Sinn macht, in meine Imkerei zu integrieren und ich muss sagen mit Erfolg.

Bevor ich dies jedoch an die grosse Glocke hänge, möchte ich noch ein-zwei Jahre Erfahrungen sammeln und eine gewisse Sicherheit im Umgang mit den Bienen zu gewinnen und um aus eigener Erfahrung sprechen zu können.

Es gibt sehr viele Jungimker die möchten lieber Heute als Morgen, auf die Varroabehandlungen verzichten und ich sehe es als unsere Aufgabe, diesen Menschen Hand zu reichen und sie von den von uns gemachten Erfahrungen profitieren zu lassen.
Die Altimker werden auch den Mut finden diesen Weg zu gehen, sofern wir Erfolge aufzeigen können und wir glaubwürdig und kompetent auftreten!!!

In diesem Sinne wünsche ich mir weiterhin einen offenen, aufrichtigen und ehrlichen Umgang miteinander, im Sinne der Bienen !!!
"Unmöglich", sagte der Stolz. "Riskant", sagte die Erfahrung. "Sinnlos", sagte die Vernunft. "Probier's doch aus", flüsterte das Herz.

in diesem Sinne herzliche Grüsse
Manuel
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Re: behandlungsfreie bienenhaltung

Beitragvon Holzfäller Joe » So 30. Aug 2015, 14:22

Udo hat geschrieben:...
Wie will ein Zimmermann mit seiner Arbeit fertig werden, wenn er den Nägeln nicht auf den Kopf haut?
:kitzeln: ....


Er schraubt.
Der Klügere Gibt nach ist das gleiche wie Vollidioten an die macht!

Kaum macht man es richtig, funktioniert es auch!
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Re: behandlungsfreie bienenhaltung

Beitragvon Sulz » So 30. Aug 2015, 23:34

hallo manuel!

Manuel hat geschrieben: In vielen Belangen habe ich von dir gelernt


wenn du es nur getan hättest...................................................................Bestätigung für den eigenen weg zu suchen ist was anderes.

deine Vorgehensweise, ist in keiner weise vergleichbar mit derjenigen von mir. ich glaube kaum, dass du auch nur einen einzigen rat von mir befolgt hast.

ehrliche Meinung.

lg sulz.

ps. ein rat: schau auf die eigenen füsse. die bilder im imkerforum de sprechen bände.
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Re: behandlungsfreie bienenhaltung

Beitragvon Manuel » Di 1. Sep 2015, 01:45

Lieber Sulz,

was du aus der Ferne wieder alles weisst :kitzeln:

Einen Rat habe ich sicher schon mal befolgt und zwar den keine Vermehrung in diesem Jahr zu betreiben (ausser den Schwärmen und einer handvoll Minis), und ich hoffe du hast Recht damit, sonst sieht es dann ziemlich scheisse aus. Und was die Bilder anbelangt ... da sag ich nur, komm zu mir und lass dich überraschen :), ich habe für die im IF extra die alten Bilder rausgekramt ... Aktuelleres hätte es dann schon gegeben, doch die wollten lieber Schläge austeilen ...

Schlussendlich sucht jeder nur die Bestätigung für das woran er ist, dass ist auch bei dir so :), denn man will ja wissen ob man auf dem rechten Weg ist, oder ob es eine Neuorientierung benötigt.

Nur hat jeder seinen eigenen Weg, und der weicht oft ab von dem welcher die Anderen beschreiten.

Blind einfach die Ratschläge der Anderen übernehmen, das war einmal und hat mich sehr viel Lehrgeld gekostet. Unterdessen nutze ich mein eigenes Hirn und nimm Anmerkungen und Ratschläge gerne an, doch ob ich sie umsetze dass ist eine andere Geschichte!!! Was beim Einen funktionieren kann, kann beim Andern genau so gut in die Hose gehen!!!!

Und wenn ich deine viertel-halbvollen Schweizerkasten anschaue sind deine Völker keineswegs stärker (nur älter) als das was bei mir rumfliegt ... Nur so nebenbei .... Doch es ist von Volk zu Volk unterschiedlich ...

Warum soll ich es erst falsch machen um es nachher richtig machen zu können. Da kann ich es ja genau so gut von Anfang an richtig machen, nur was ist richtg ... Da haben wir noch einiges zu liefern und uns auszutauschen !!!

Na komm Meister lass mal was aus der Trickkiste; hier wirst du wenigstens gehört ohne dass man dich gleich auskloppt oder willst du dein Wissen mit ins Grab nehmen. Dann frage ich dich aber für was du das Ganze machst, denn um dein EGO scheint es dir ja nicht zu gehen, und wenn es dir um das Wohl der Bienen geht, dann raus damit !!!!
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Re: behandlungsfreie bienenhaltung

Beitragvon Sulz » Di 1. Sep 2015, 12:09

hallo manuel!

Manuel hat geschrieben:Lieber Sulz,
Und wenn ich deine viertel-halbvollen Schweizerkasten anschaue sind deine Völker keineswegs stärker (nur älter) als das was bei mir rumfliegt


hm!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :nachdenk:

sind nun unsere kästen zu gross, oder unsere Bienenvölker zu schwach???????????????????????????????????????

dr. seeley, beschreibt in seinen versuchen "schwärme bevorzugen einen Rauminhalt von ca.40 Litern"

bei meinen eigen versuchen, waren es 60-80 Liter. ich kann mich aber auch irren. bzw. die bienen. (habe ja keinen doktor-titel, und die bienen auch nicht :zwinker: )

was ich aber aus eigener Erfahrung sagen kann, eine gute heurige honigernte (beim besten Volk 25 Kilo) brachten mir nur diejenigen völker, welche den schweizerkasten ( ca 120 Liter Inhalt ) voll besetzten.

ich werde aber darüber nachdenken.

lg sulz.

ps. zeige doch in Zukunft bilder von deinen "besten" Völkern. imker mögen das.
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Re: behandlungsfreie bienenhaltung

Beitragvon Franz Emmerig » Di 1. Sep 2015, 20:35

Sulz hat geschrieben:nachtrag!
ein kleines Beispiel:
2 imker verwenden 4,9er mittelwände. der eine, weil es die von den bienen gewünschte zellengrösse ist. ...

Hallo Sulz,
woran erkennst Du, welches die von den Bienen gewünschte Zellengröße ist?
Wenn ich danach gehe, was meine Bienen bauen (können), dann ist jedenfalls 4,9 von ihnen nicht gewünscht.
Oder meintest Du vielmehr die Absicht des Imkers (der voraussetzt, dass seine Bienen 4,9 wünschen)?

Und nochmal zu den Bienenkästen:
Ich hatte schon das Gefühl, dass Deine Anordnung mit den langen Naturbauwaben im Schweizerkasten dem entspricht, was die Bienen von Natur aus machen. Auch Magazine mit ihrer Ausdehnung in die Senkrechte passen dazu. Aber bei meinen Trogbeuten mit Innenmaß H x B x T 28,5 x 38,5 x 50 ... 65 cm (14 ... 18 Waben Warmbau) - da habe ich mich schon gefragt, ob das den Bienen entspricht.
Wie siehst Du das, Sulz?

Jedenfalls sind meine erwachsenen Völker dem Anschein nach ganz ok, haben nach einer 5 Liter-Futtergabe nichts weiter gebraucht, weil sie selbst so viel eingetragen haben.

Manuel, welche Beuten hast Du?

Und nun noch eine dritte Frage:
Woher wusstest Du am Anfang Deiner behandlungsfreien 5 Jahre, ob/dass du auf die Behandlung verzichten kannst? Du hast ja mehrfach betont, dass man keine Völkerverluste riskieren soll - damals war das doch ein Risiko, oder?

Viele Grüße
Franz
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Re: behandlungsfreie bienenhaltung

Beitragvon Manuel » Mi 2. Sep 2015, 13:48

Hallo Franz,

ich arbeite mit Dadant-Magazinen, Schweizerhinterbehandler, Mini-Plus (CH-Format auf 8 Rahmen) und ab nächstes Jahr mit einer Serie Klotzbeuten !!!

Die Bienen mögen auch die Trogbeute, da hat sich jeder Imkermeister was überlegt und die Bienen arrangieren sich auch damit. Es ist die Biene die den Honig macht, wenn der Imker sie lässt. Die Beute ist zweitrangig.

Am liebsten haben die Bienen eine leere Behausung, geschützt vom Unbill der Natur. Das ist neben dem hohlen Baum, Dachstock, etc. ,dann die Klotzbeute oder Zeidelbaum. Da können sie es sch genau so einrichten wie sie es möchten und benötigen, ohne dass der Mensch sich ständig einmischt. Die Bienen wissen Grundsätzlich was zu tun ist, sofern sie der Imker lässt.

Die Rähmchen und Beuten, dienen lediglich der stetigen Einmischung durch den Imker!!! Für die Bienen allermeistens kontraproduktiv, störend, bis hin zu schädlich !!!

Die Fotos liefere ich nach !!! Versprochen !!!!!
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in diesem Sinne herzliche Grüsse
Manuel
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Re: behandlungsfreie bienenhaltung

Beitragvon Sulz » Mi 2. Sep 2015, 16:59

hallo franz!

danke erstmal für die klaren fragen! so kann/darf ich auch eine klare antwort geben.

zu frage 3:

wie ich in meiner Vorstellung bereits geschrieben habe, war ich unfähig bienenvöker gegen die Milbe zu behandeln. ich habe daher einen sehr grossen Respekt gegenüber all denen imkern welche dies können.
es war für mich somit keine frage des Risikos, sondern eher eine frage der bienenhaltung, oder eben nicht. diese Entscheidung haben mir die bienen abgenommen, und sind geblieben.

mit einem kräftigen tritt in mein hintern von meinen kindern, und des "auf sich aufmerksam machen" eines bienenschwarms habe ich 2011 (rückwirkend auf 2010 ) meine Beobachtungen verstärkt, und mich wieder intensiv mit den bienen beschäftigt. vor allem versuche ich das Lebewesen bien zu verstehen. verbringe seither viel zeit mit Beobachtungen, und der verbesserung der betriebsweise. stets im Interesse der bienen.

dies täuscht jedoch nicht über den verlust von zuvielen Bienenvölkern hinweg. dies ist der grund, warum ich völkerverluste verhindern will.

bei der hilfe, mache ich jedoch keinen unterschied zwischen imkern mit/oder ohne Behandlung.
eine varroabehandlung, ist für mich in keiner weise eine Tierquälerei, eher ein sehr sinnvolles mittel um völkerverluste zu verhindern, um den bienen etwas gutes zu tun.

der trend zum nicht behandeln, stammt nicht von mir. da ich aber doch ein wenig Erfahrung damit habe, helfe ich allen wo dies tun wollen. ich empfehle dies aber nicht.

die frage 2 werde ich dir mal in deinem eigenen fred beantworten.

zu frage 1.
es ist die Absicht eines imkers, mit den 4,9er den bienen etwas gutes zu tun, ob es die 4,9er auch sind, ist wiederum eine andere frage.
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Re: behandlungsfreie bienenhaltung

Beitragvon Udo » Do 3. Sep 2015, 18:01

Manuel hat geschrieben:Am liebsten haben die Bienen eine leere Behausung, geschützt vom Unbill der Natur. Das ist neben dem hohlen Baum, Dachstock, etc. ,dann die Klotzbeute oder Zeidelbaum. Da können sie es sch genau so einrichten wie sie es möchten und benötigen, ohne dass der Mensch sich ständig einmischt.


Erzähl mal was neues, verstehe offen gestanden nicht was Du uns damit erzählen willst, oder ist das hier ein Anfänger Forum?

Manuel hat geschrieben:Die Bienen wissen Grundsätzlich was zu tun ist, sofern sie der Imker lässt.


Da sind wir schon bei einem Punkt angelangt wo es anfängt schwierig zu werden. Muss ich nicht darauf eingehen warum das so ist.

Manuel hat geschrieben:Die Rähmchen und Beuten, dienen lediglich der stetigen Einmischung durch den Imker!!! Für die Bienen allermeistens kontraproduktiv, störend, bis hin zu schädlich !!!


Ist das eine allgemeine Weisheit nach der Du dich künftig ausrichten möchtest, oder wo möchtest Du das Thema hinlenken.
Den Franz hast Du jedenfalls mit Deiner Antwort im Regen stehen lassen. Genausogut hättest Du auch etwas übers Wetter schreiben können.

Ich bin grundsätzlich bei Dir und hätte auch gerne schon einmal was dazu geschrieben. Allein die Tatsache das ich niemandem ungerecht auf die Füße treten will hat mich bisher davon abgehalten.

Wenn ich mir die Betriebsweise eines Erwerbsimkers anschaue dann muss man sich über eines im klaren sein, das hat nichts damit zu tun was Du oben als erstrebenswert ansprichst. Andererweits geht es den Bienenvölker von diesen Kollegen meistens gut, sonst wären die auch schneller insolvent als sie "piep" sagen könnten.

Wenn man also so argumentiert wir Du das tust:
Manuel hat geschrieben:Die Rähmchen und Beuten, dienen lediglich der stetigen Einmischung durch den Imker!!! Für die Bienen allermeistens kontraproduktiv, störend, bis hin zu schädlich !!!

dann wird man den Kollegen auf keinen Fall gerecht (!)

Nachdem was ich so von Dir lese strebst ja auch Du eine gewisse Wirtschaftlichkeit mit Deiner Imkerei an.

Wie willst Du das denn realisieren mit Klotzbeuten oder der Zeidlerei???
Muss ich das unter "Ernst oder Spielerei" einordnen.

Mir sind am liebste Stände an guten Standorten mit maximal fünf Völkern. Wenn diese Völker so stark sind dass sie mindestens eine Größe von zwei Dadant Bruträumen haben und gesund und vital sind, dann besteht auch die Aussicht über diese Größe hinaus genügend Honig zu ernten ohne das Volk in Existenzstress zu versetzen. Dann gibt es auch mehr als 25 Kilo.

Ein Erwerbsimker würde sich unter solchen Bedingungen schon wieder kaputt arbeiten müssen oder es würde unwirtschaftlich wenn zusätzlich Kräfte bemüht werden müssten. Wie schon erwähnt arbeiten sie anders, auch ohne die Bienen durch zu hohen Existenzstress zu schädigen. Es ist nun einmal nicht nur ein schönes Hobby, sondern auch ein wichtiger Erwerbszweig.

Wirklich schlimm sind doch diejenigen die sich am liebsten todfummeln, ihren Bienen im Brutraum noch die Randwaben wegnehmen zum schleudern und nach dem schleudern sich noch eine Woche Zeit lassen mit dem auffüttern.
Bei Tommy in Essen konnte man Ende Juli erleben was solche Kollegen auslösen. Sämtliche Völker mussten total eingeengt werden, so dass höchstens noch jeweils zwei Bienen das Flugloch passieren konnten. Das hätte leicht in einer Katastrophe enden können. Auf die mögliche Reinfektion will ich jetzt gar nicht eingehen. Wir konnten diesen Kollegen leider nicht ermitteln. Das wäre unter Umständen dann vielleicht noch ganz schön lustig geworden. :wut2:

In Nürnberg habe ich einen Imker kennengelernt der mir mit "Glanz in den Augen" erzählte dass er einem Ableger aus dem gleichen Jahr sechs volle Waben entnommen hat. Dieser imker hatte in einigen Jahren zuvor auch schon zwei Mal die Faulbrut auf seinem Stand.
Das sind die Imker denen man ihre Bienen — Wabe für Wabe — in den Hintern schieben sollte — ganz im Ernst, wenn auch etwas krass ausgedückt. :oops:

Das sind für mich die wahren Übeltäter. Solche die keine Lust habe sich das notwendige Wissen anzueignen. Und solche denen die Bienen eigendlich völlig egal sind, Hauptsache die Ernte war gut.

Warum schreibe ich das hier und warum habe ich es bisher nicht getan?
Ich glaube kaum das auch nur "ein" Mitglied in diesem Forum bei solchen "Übel-Imkern" einzuordnen ist.
Und ich finde auch jegliche Unterscheidung zwischen "guten und weniger guten Imkern" nicht akzeptabel.
Für solche Typen "wie oben beschrieben" sollte es eine Handhabe geben die es erlaubt ihnen den Umgang mit Bienen zu verbieten. Ein gewisses Mindesmaß an Wissen und Fähigkeiten sollten Bedingung sein. Wer dies aus Zeitgründen noch nicht hat sollte nachweislich einen erfahrenen Paten an der Seite haben bis er die entsprechende Reife hat.

Dann gäbe es auch wesentlich weniger Faulbrutfälle, über Varroaprobleme würden wir dann auch nicht mehr so intensiv diskutieren müssen.

Ich stehe nach wie vor bei Dir — und nicht auf Deinen Füßen.
Herzliche Grüße
Udo


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Re: behandlungsfreie bienenhaltung

Beitragvon Manuel » So 6. Sep 2015, 00:25

War das so unverständlich was ich geschrieben habe :zwinker:

Gedulde dich mit einer Antwort bis ich zurückkomme von meiner Bildungsreise in die Tschechei, ich werde dort Imker treffen, vermute ich, die diesen Weg schon weiter beschritten haben.

In meinen Augen folgen die Bienen einer inneren Logik, welche sie mehr oder weniger vollkommen beherrschen. Ich rede hier von dem Bien als Wesen!! Natürlich haben wir einen Selektionsprozess hinter uns welcher die Eine oder Andere Eigenschaft gefördert oder zurückgestellt hat. Ob dies im Sinne der Biene war wird sich zeigen, und ist auch von Bienenvolk zu Bienenvolk individuell!!!

Natürlich darfst du mir alles um die Ohren hauen wie du magst, solange du mich als Mensch gelten lässt, ist dies alles in Ordnung und ich nehme deine Kritik als Bereicherung in meine Sicht der Dinge auf.

Man bedenkte es gibt extensive Betriebsweisen die mit einem Minmum an Aufwand und Investition ein Minimum herausholt, und es gibt am anderen Ende eine intensive Stratgie, mit der mit grossem Aufwand an Mitteln das Maximum herausgeholt wird. Und selbstverständlich alles zwischen drin ...
Eine Klotzbeute oder Zeidelbaum in der ich alle Jahre einige Kilo Honig ernte und keine Arbeit ausser das Erstellen, aufstellen und gelegentlicher Ernte und Standbesichtigung habe, kann Betriebswirtschaflich genau so interessant sein wie die intensive Strategie des Berufsimkers. Immerhin haben die Zeidler ihren Lebensunterhalt mit ihrer Arbeit bestritten und waren in der Lage die an sie geforderteten Tribute zu entrichten. Doch das besprechen wir besser in einem anderen Fred, da es hier ja um behandlungsfreie Bienenhaltung geht, und nicht die Art der Bienenbehausung oder betriebswirtschaftliche Überlegungen zu Klotzbeuten und Magazinen ... Ob du es jetzt als Ernst oder Spielerei abtutst überlasse ich dir :kitzeln:
"Unmöglich", sagte der Stolz. "Riskant", sagte die Erfahrung. "Sinnlos", sagte die Vernunft. "Probier's doch aus", flüsterte das Herz.

in diesem Sinne herzliche Grüsse
Manuel
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Re: behandlungsfreie bienenhaltung

Beitragvon Sulz » So 6. Sep 2015, 11:11

hallo manuel!

Manuel hat geschrieben:Gedulde dich mit einer Antwort bis ich zurückkomme von meiner Bildungsreise in die Tschechei, ich werde dort Imker treffen, vermute ich, die diesen Weg schon weiter beschritten haben.


die Kopie, der kopierten kopierer. :zwinker:

wie wärs denn mal mit einer eigenen klaren Meinung????????????????????????????????????????

mir hast du mal erklärt, dass 90% der vökler sterben müssen, damit die restlichen 10% über leben können.

ist das nun DEINE Meinung, oder diejenige von jemandem anderen?????????????????????????...................................dass hätte ich gerne mal von dir gewusst.

eine Diskussion wäre dann viel einfacher.

lg sulz.
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Re: behandlungsfreie bienenhaltung

Beitragvon Udo » So 6. Sep 2015, 12:19

Manuel hat geschrieben:Natürlich darfst du mir alles um die Ohren hauen wie du magst, solange du mich als Mensch gelten lässt, ist dies alles in Ordnung und ich nehme deine Kritik als Bereicherung in meine Sicht der Dinge auf.


Lass mal stecken, für mich ist das noch keine Kritik, die ist bei uns Kölnern im normalen Rahmen auch schon mal etwas heftiger, aber auch immer mit mindestens einem zugekniffenen Auge.
(Auweia in dem vorletzten Wort hatte ich gerade einen bösen Flüchtigkeitsfehler, gerade noch gemerkt). :zwinker:

Das ist aber bei Dir sicher nicht notwendig, da Du ja sehr selbstkritisch bist. Der feste Wille etwas besser machen zu wollen ist in meinen Augen viel entscheidender. Das es dabei durchaus zu Verlusten kommen kann ist für mich aber auch nichts neues. Dieses Risiko muss man eingehen wenn man weiter kommen will.

Aber ich ziehe mich jetzt mal wieder aus dieser Diskussion zurück und beobachte lieber was der Sulz noch so mit Dir anstellt, das ist viel spannender.
:hallo:
Herzliche Grüße
Udo


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Re: behandlungsfreie bienenhaltung

Beitragvon Sulz » So 6. Sep 2015, 14:59

hallo manuel!

nun zu teil 2!

zitat: "am liebsten mögen die bienen eine LEERE Behausung....................."

dies ist eine MEINUNG, und auch eine BEHAUBTUNG. :nachdenk:

diese deckt sich aber nicht mit meiner ERFAHRUNG!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

nun denn:
im imkerforum de, schreibst du, wie du einen schwarm einlogierst.

zitat: "ich schlage ihn in eine dadant-kiste inkl. aufgesetztem honigraum................................usw."

da diese Vorgehensweise, einen SEHR wichtigen punkt bei der behandlungsfreien bienenhaltung ist, würde ich nun gerne wissen, WARUM du dies machst.

lg sulz.
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