Kieselgur-Behandlung

Kieselgur-Behandlung

Beitragvon Honig-Klaus » Do 29. Aug 2013, 21:51

Hallo zusammen,

da ich Ende der 90 ziger Jahre schon mal Versuche mit Kieselgur gemacht hatte, um die Varroa in den Bienenvölker zu dezimieren und in Schach zu halten, nur hatte ich damals nicht die geeignete Applikation angewandt, kam ich jetzt auf die Idee, angeregt durch die Puderzucker-Methode, das gleiche Verfahren nur mit Kieselgur bei den Völkern anzuwenden.

Hier ein Link was Kieselgur ist und wozu es eingesetzt wird:
www.yasni.de/ext.php?url=http%3A%2F%2Fl ... &showads=1

Da Kieselgur als sehr feines Pulver vorliegt und durch die positiven Eigenschaften von Kieselgur Milben und Kornkäfer ect. zu dezimieren, indem es diese austrocknet, habe ich jetzt feststellen können, dass bei der gleichen Einstreu-Methode wie bei Puderzucker die Milben sofort von den Bienen fallen!
Für all jene die eine Alternative Behandlungsweise und Varroabefallskontrolle suchen, bis die Völker gelernt haben sich der Varroa gegenüber zu wehr zu setzen, dass sie durch diese nicht mehr geschädigt werden, wäre dies eine sehr gute Methode - probiert es selbst aus.

Kieselgur ist absolut unschädlich, es wird Pferden sogar verabreicht damit diese Gesund bleiben.

Hier noch ein Link, wo man Kieselgur beziehen kann:
www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?_mk_de_D ... =Kieselgur

Meine Bitte, all diejenige, die schon Erfahrungen mit der Puderzuckerbehandlungs-Methode haben - probiert parallel mal das Kieselgur-Pulver aus und berichtet auch hier in unserem Forum darüber, wie es bei euch funktioniert im Verhältnis zum Puderzucker!
Da Kieselgur leichter als Puderzucker ist, müsst Ihr die entsprechenden Volumenverhältnisse wie beim Puderzucker nehmen - das Gewicht haut dann nicht mehr hin, z.B. 200 g Puderzucker in einen Behälter und die gleiche Volumen-Menge von Kieselgur dann abmessen.

LG Klaus
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Re: Kieselgur-Behandlung

Beitragvon Manuel » Do 29. Aug 2013, 23:21

Auf der Körperoberfläche der Insekten reagiert Kieselgurstaub mit den Fetten in der Wachsschicht der Epicuticula, saugt diese auf und führt damit zu einem unkontrollierten Wasserverlust, den die Tiere nicht ausgleichen können (Mewis und
Reichmuth 1999, Mewis und Ulrichs 1999, 2001, Subramaniam und Roesli 2000, Prasantha und Reichmuth 2002,
Prasantha et al 2003a, 2003b).

Außerdem setze sich der Staub in die Gelenke der Mundwerkzeuge, Beine, Fühler und Geschlechtsteile, behindert so die Beweglichkeit und führt zu fortgesetzter Putztätigkeit, die jedoch oft nur in umso schnellerem Energieverlust und
Tod endet (Prasantha und Reichmuth 2002, Prasantha et al 2003a).



Soll das wirklich so ungefährlich sein. Ich habe da so meine Bedenken ...
"Unmöglich", sagte der Stolz. "Riskant", sagte die Erfahrung. "Sinnlos", sagte die Vernunft. "Probier's doch aus", flüsterte das Herz.

in diesem Sinne herzliche Grüsse
Manuel
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Re: Kieselgur-Behandlung

Beitragvon Honig-Klaus » Fr 30. Aug 2013, 06:23

Man muß dies einfach im Verhältnis sehen - die Biene ist wesentlich größer als eine Milbe, und nach den Versuchen mit Kornkäfern und Kieselgur benötigt es eine länger Zeit des Kontaktes mit dem Kieselgurpulver um einen Kornkäfer zu schädigen.

Bei der "Bepuderungsmethode" wie bei Puderzucker bleibt das Pulver nicht lange in Kontakt mit den Bienen, die Bienen befördern das recht schnell wieder aus dem Stock. Außerdem putzen die sich dann sehr intensiv!
Die Hauptwirkung liegt darin, dass sich die Milbe nicht mehr an der Biene festhalten kann und dann abfällt - ich denke, dass dies vielmehr mit der "statischen Ladung" zu tun hat.
Man könnte genauso auch wahrscheinlich feingemahlenes Gesteinsmehl nehmen!

Ich konnte bisher an den paar Bienenvölkern, an denen ich Kieselgur ausprobiert habe nichts negatives feststellen!
Aber wie gesagt, wer Interesse hat, kann dies ja selbst mal bei ein oder zwei Völkern ausprobieren.

Mir selbst wiederstrebt die Puderzuckerbehandlung, da ich mit dieser die Ameisen anlocke und es bleibt immer irgendwo am Boden noch Puderzucker hängen - außerdem möchte ich keinen Zucker in meinen Bienenvölkern haben!

Das Haupt-Ziel ist sowieso, keine Fremdstoffe mehr ins Bienenvolk zu bringen, egal welcher Art, um die Varroa unter der Schadschwelle zu halten.
Die Varroa werden unsere Bienen nicht mehr los bekommen, nur sie können lernen sich selbst dagegen zu wehr zu setzen.
Dies werden wir aber nicht von Heute auf Morgen erreichen und für diese Übergangszeit brauchen wir noch Hilfsmittel, da gebe ich mich keinen Illusionen hin - und wer das tut und damit andere Imker "verblendet" handelt fahrlässig oder will Geld machen!

LG Klaus
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Re: Kieselgur-Behandlung

Beitragvon Udo » Fr 30. Aug 2013, 08:44

Honig-Klaus hat geschrieben:Die Varroa werden unsere Bienen nicht mehr los bekommen, nur sie können lernen sich selbst dagegen zu wehr zu setzen.
Dies werden wir aber nicht von Heute auf Morgen erreichen und für diese Übergangszeit brauchen wir noch Hilfsmittel, da gebe ich mich keinen Illusionen hin - und wer das tut und damit andere Imker "verblendet" handelt fahrlässig oder will Geld machen!


Bei allem Wohlwollen gegenüber den verschiedenen Ansätzen die es zur Varroabekämpfung gibt "hier und da", sollte man sich diese Sätze von Klaus immer wieder ganz fest im Gedächtnis verankern wenn man einen klaren Kopf behalten will und bestrebt ist sich ausschließlich der Sache zu widmen.

Danke Klaus. :shakehand:
Herzliche Grüße
Udo


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Re: Kieselgur-Behandlung

Beitragvon Kaka100 » Mo 2. Sep 2013, 22:46

das Thema Kieselgur habe ich vor 2 Jahren beim staatl. Imkerberater nachgefragt, und die Antwort war "Finger weg".
Das schadet den Bienen.
Habe damals nicht weiter nachgefragt, hab mich damit zufriedengegeben. Habe das Thema wieder vergessen. Aber nachdem hier das für mich wieder "aufgefrischt" wird, will ich es diesmal "praktisch" probieren.
Melde mich dazu wieder.
Grüße aus dem Herzen Bayerns K one

früher oder später, aber gewiss immer, wird sich die Natur an allem Tun der Menschen rächen, das wider sie selbst ist. (J.H. Pestalozzi)
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Beitragvon Viennasissi » Di 3. Sep 2013, 07:44

Servus in die Runde,

hat hier schon jemand damit Erfahrung, wurde in einem anderen Forum propagiert und ich habe davon 1 kg feinst vermahlen gekauft. Jedoch hab ich mit der Anwendung gewartet, bis ich von Anderen was dazu höre, jedoch hat sich bisher niemand dazu geäußert. Das Carnauba-Wachspulver soll auf einer Tasse hinter dem Flugloch getan werden, sodass die ankommenden Bienen darüberlaufen müssen und so das Pulver dann im Stock verteilen.
Liebe Grüße
Elisabeth


Ich bin Pessimist für die Gegenwart, aber Optimist für die Zukunft.
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Re: Kieselgur-Behandlung

Beitragvon Honig-Klaus » Di 3. Sep 2013, 11:48

Hallo Elisabeth,

meine ersten Versuche mit Kieselgur hatte ich damals so ähnlich gemacht wie mit dem Canauba-Wachspulver - die Bienen mussten über eine Art "Veranda" in den Bienenstock laufen und kamen dabei mit dem Kieselgurpulver in Berührung. Die Wirksamkeit war aber sehr gering auf die Milbe mit dieser Methode.
Mit dem Einpudern der Bienen wie bei der Puderzucker-Methode hat Kieselgur jetzt eine viel bessere Wirkung.
Da mit dieser Methode hier bezüglich anscheinend keine Erfahrungen vorliegen, wird es an uns selbst liegen dies an einigen Völker auszuprobieren
und zu sehen, ob es eine gute Alternative wäre für die Puderzuckerbehandlung.

Diese Tests bieten sich wirklich an für Leute, die mit der Puderzuckermethode schon Erfahrungen sammeln konnten und die dann auch Vergleichs-
Möglichkeiten haben.

LG Klaus
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Re: Kieselgur-Behandlung

Beitragvon bienensenn » Fr 6. Sep 2013, 12:48

hallo zusammen!

Honig-Klaus hat geschrieben:Man könnte genauso auch wahrscheinlich feingemahlenes Gesteinsmehl nehmen!


zur verwendung von steinmehl und talkum als puder bei der bienenprobe gab es bereits versuche vom bieneninstitut kirchhain. man ging wieder davon ab, weil die überlebensrate der bienen sehr gering war. die bienen wurden nach den proben noch eine woche in käfigen im wärmeschrank weiterbeobachtet. bei verwendung von puderzucker ergab sich hierbei eine überlebensrate von ännähernd 100 %.

ich wollte gerade einen versuch starten und habe mich dann an diese informationen erinnert wäre aber nicht abgeneigt es trotzdem zu versuchen wenn jemand über andere erfahrungen verfügt.

für alle, die es nachlesen wollen:

http://wbk.in-berlin.de/wp/wp-content/u ... zucker.pdf

lg

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Re: Kieselgur-Behandlung

Beitragvon Honig-Klaus » Fr 6. Sep 2013, 23:39

Hallo Bienensenn,

danke für den Link!
Wie man sieht und lesen kann ist doch schon viel mehr ausprobiert worden als man selber denkt.
Kieselgur wurde hier nicht getestet und auch nicht erwähnt.
Die paar Versuchvölker zur Kieselgur-Behandlung, die haben das gut überstanden, auch fallen die Milben gut ab. Jedenfalls werde ich diese Versuche noch weiterführen, um zu sehen ob die Wirksamkeit dem des Puderzuckers gleich kommt oder evt. sogar besser ist, da Kieselgur nicht so leicht bei Feuchtigkeit verklumpt.
Wenn jemand doch noch was findet über Kieselgur-Behandlung von Bienenvölkern, oder eigene Versuche damit gemacht hat, wäre ich über Info´s sehr dankbar.

LG Klaus
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Re: Kieselgur-Behandlung

Beitragvon Runner » Mo 9. Sep 2013, 12:24

Hallo miteinander!

Ich selbst habe schon vor Jahren bei meinen Hühnern mit der Blutsaugenden Vogelmilbe zutun gehabt. Diese Milbe kommt vorallem mit den Krähen, Spatzen und Meisen in den Hühnerstall, verstecken sich in Ritzen und kommen Nachts über die Sitzstangen zu den Hühnern und saugen denen das Blut aus. Das geht soweit bis die Hühner einen weisslichen Kamm bekommen und auch daran verrecken.
Abhilfe gibt es verschiedene.Ich blieb beim Silikatstaub ( ist das Kieselgur ?) hängen.Dieses wird mit einer einer kleinen Pustepumpe in den Hühnerstall eingepustet, vorallem auch in die Ritzen. Ich bin dabei aber schier draufgegangen, weil ich den Beipackzettel erst hinterher gelesen habe. Das Zeug ist so fein , dass es dir ganz schön tief in die Lunge geht.Gewirkt hat es. Aber die Vogelmilbe kommt wieder und den Silkatstaub möchte ich trotz Schutzmaske nicht mehr verwenden.Die letztendliche Lösung war den Hühnern ein Staubbad in einer Wanne anzubieten, die mit Asche gefüllt wird.Die Asche kommt als Überbleibsl von unserem Schwedenofen. Die Asche wird aber von mir vorher gesiebt, so das Restholzkohle nicht mehr dabei ist. Übrig bleibt ein unglaulich feiner Aschestaub der sich tief in das Gefieder der Hühner gräbt. Das Resultat war, Vogelmilbe ade und gesunde Hühner.
Der Aschestaub funktioniert bei den Bienen auch. Man findet die Varroen aber nur nach sehr genauem suchen, da immer noch feine Kohlepartikel drin sind und man die Varroen nicht so schnell entdeckt. Und kosten tuts auch nichts.
Der Aschestaub könnte ,so glaube ich ,auch noch einen andern Vorteil haben. Nämlich, weil ja komplet rauchig, möcheten die Bienen den Staub besonders schnell los werden und lösen so einen srarken Putztrieb aus.

Gruß Runner
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Re: Kieselgur-Behandlung

Beitragvon bienensenn » Mo 9. Sep 2013, 13:18

servus runner!

diese lösung gefällt mir!

heißt das, dass du deine varroen mit der feinen asche im griff hast?

wie lange machst du das schon so? bei wie vielen stöcken? bekommen die bienen das alles wieder weg? meine bedenken betreffen eher die einwirkung von fett in form von russ. russpartikel bestehen hauptsächlich aus fett, das nicht so leicht wieder weg geht.

lg
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Re: Kieselgur-Behandlung

Beitragvon Honig-Klaus » Mo 9. Sep 2013, 14:57

Hallo Runner,

erst mal vielen Dank für Deinen Bericht über die eigenen Erfahrungen mit Kieselgur und Aschestaub.
Silicatstaub ist Kieselgur, aber ich verstehe nicht, warum Du hier nicht das gleiche Verfahren angewandt hast mit der Wanne, wie mit der Asche?
Gut ein Argument ist sicherlich, dass die Asche dich nichts kostet, die fällt bei Dir sozusagen kostenlos an und hinzu wirkt es einscheinend genauso gut wie Kieselgur bei Deinen Hühnern!
Da Kieselgur wirklich als sehr feines Pulver vorliegt, da ist es schon klar, dass dieses mit einem Zerstäuber (Puster!) sich ganz fein ringsherum verteilt.
Bei meinen Versuchen mit den Bienen war dies aber kein Problem, da ich das Kieselgurpulver aus der Flasche in die Wabengassen verteilt habe, da flog nichts umher!
Ich denke wir sollten nicht gleich alles so schnell verwerfen, nur weil eine Methode nicht so funktioniert hat- siehe meine Kieselgur-Versuche in den 90 ziger Jahre mit einer nicht so wirksamen Applikationsweise.

Mich interessieren ebenfalls die selben Fragen wie Bienensenn zur Ascheanwendung bei Deinen Bienenvölkern.
Werden die Waben wieder sauber, oder bleiben noch Rußpartikel auf diesen hängen, da Ruß fettlöslich könnte dies evt. sein?

Jeder Beitrag hierzu kann uns im Ganzen hier weiterbringen, deshalb traut euch hier zu berichten!

Es wurde schon einiges ausprobiert - z.B. fand ich auch sehr interessant die Anwendung mit gemahlenen Eierschalen, diese Anwendung soll anscheinend auch recht gut gewirkt haben - nur der Aufwand wäre zu hoch.
Wenn man dies jedoch weiter denken würde - es fallen Unmengen von Eierschalen in der Industrie an - dies ist für die Abfall! Wenn jetzt ein größerer Bedarf und Nachfrage an Eierschalenpulver seitens der Imker vorhanden wäre, würde sich sicherlich ein Betrieb finden, der diese Herstellung mit übernehmen könnte und sicherlich auch zu einem günstigen Preis!

LG Klaus
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Re: Kieselgur-Behandlung

Beitragvon Udo » Mo 9. Sep 2013, 16:35

Hallo Klaus,
den Silikatstaub darf man nicht unterschätzen, nicht umsonst ist Quarzsand zum Sandstrahlen nicht erlaubt. Denn hierbei entstehen ja auch feinste Silikatstäube. Dabei sehe ich die Gefahr noch nicht einmal für den Imker. Der muss sich eben schützen, genau so wie bei der OS Verdampfung. Nein, was ist mit den Bienen? Besteht hier nicht die Gefahr das die Tracheenöffnungen verstopft werden? Wurde das schon untersucht?
Bei dem Kieselgur müsste die Körnung sichergestellt sein. Das erreicht man ja sehr einfach indem man das Ganze entsprechend siebt. Solche Siebe gibt es ja auch in den Mühlen zum separieren der einzelnen Mehlfeinheiten. Nur müsste man dazu genaue Werte haben. Eine Anwendung ohne zu wissen was man reinkippt halte ich für ziemlich blauäugig,denn egal ob man es vorsichtig reinkippt oder zerstäubt, es muss sich im Stock fein verteilen sonst bringt es nichts.
Herzliche Grüße
Udo


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Re: Kieselgur-Behandlung

Beitragvon Kaka100 » Mo 9. Sep 2013, 22:37

ich habe am Mittwoch letzte Woche mit einem Zerstäuber in 2 Stöcken das Kieselgur "verstäubt". Der Staub war sehr, sehr fein. Durch den feinst verteilten Staub habe ich fast keine Menge gebraucht. Ich würde von der Verteilung her davon ausgehen dass der Staub nicht mehr ist als 1 Gramm beim Oxalsäure Verdampfer gefühlsmäßig weniger.
Ich habe am Freitag und heute unter dem Gitter die Einlage kontrolliert.
Ich habe an beiden Tagen keine Varoa gefunden.
Ich hatte allerdings fast bis Ende August eine Langzeitbehandlung mit AS bei diesen LC Völkern gemacht.
Leider habe ich nicht in die Magazine geschaut wie es mit einem evtl. Totenfall bei den Bienen ausschaut. das muss ich noch nachholen.
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Re: Kieselgur-Behandlung

Beitragvon Honig-Klaus » Di 10. Sep 2013, 00:20

Hallo Udo,

ich verstehe Deine Bedenken vollkommen, jedoch auf was und wen sollen wir warten, wer wird dies ausprobieren und wie gesagt es ist ein Versuch bei mir mit 3 Völkern. Ich gehe hier nicht "blauäugig" vor.
Wenn wir uns auf die Bieneninstitute verlassen hätten, gebe es heute sicherlich nur Perizin und Co.
All die anderen Sachen haben Privatpersonen irgendwann mal ausprobiert und danach sind die Institute darauf eingestiegen.
Mein Gedanke war und ist der einer zusätzlichen Varroa-Kontroll-Methode zur Puderzucker-Methode, ob dies zutrifft werde ich sehen.

LG Klaus
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Re: Kieselgur-Behandlung

Beitragvon Udo » Di 10. Sep 2013, 08:18

Ei gudde Klaus,

dass Du nicht blauäugig bist weiß ich und es geht auch nicht um Dich. Ich spreche lieber einen Punkt mehr an als zu wenig. Ich lehne auch Kieselgur grundsätzlich nicht ab.
Man müsste vielleicht versuchen in Erfahrung zu bringen welche Korngrößen für die Bienen ungefährlich sind (größer als die Tracheenöffnungen zB) aber immer noch groß genug das sie an den Varroabeinen noch anhaften um sie zum abstürzen zu bringen (wie sind die Korngrößen beim Puderzucker?)
Die Werte dazu kann man sicher irgendwo nachlesen, ich weiß bisher nur noch nicht wo. Und dann müsste man versuchen an entsprechende Siebe mit unterschiedlichen Durchlassgrößen zu kommen um damit die optimale Korngröße auszusieben. Müller bzw. Mühlenbetreiber könnten da bestimmt mit Infos weiterhelfen.

Soweit mein Gedankenansatz, ich hoffe er ist einigermaßen schlüssig und ich habe nichts wesentliches vergessen. Die Gefahren durch die extrem feinen Stäube, wie sie zB Manuel an Anfang dieses Freds anspricht, gäbe es dann nicht mehr.

Wie ist das eigentlich bei handelsüblichem Kieselgur, ist das ein Gemisch aus unterschiedlichen Korngrößen oder gibt es schon entsprechende Sorten?
Herzliche Grüße
Udo


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Re: Kieselgur-Behandlung

Beitragvon Honig-Klaus » Di 10. Sep 2013, 19:34

Hallo Udo,

o.k., werde jetzt mal versuchen dies mit der Korngröße bei Kieselgur in Erfahrung zu bringen - das Kieselgurpulver was ich hier noch habe ist von den Versuchen aus den 90 ziger Jahren, was ich von einem Bekannten bekam, der für die Getreide-Industrie Maschinen baut.
Es ist sehr fein und hat nie verklumpt all die Jahre!

Puderzucker habe ich mir in Deutschland selbst hergestellt mit einer Getreide-Hammermühle, die Landwirte für die Schrotherstellung benutzten.
Bei dieser habe ich mir nur ein feineres Sieb besorgt und schon hatte ich den schönsten Puderzucker!

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Re: Kieselgur-Behandlung

Beitragvon Udo » Di 10. Sep 2013, 20:18

Hallo Klaus,

Honig-Klaus hat geschrieben:Es ist sehr fein und hat nie verklumpt all die Jahre!

ich bin nicht sicher ob es unter normalen Umständen überhaupt verklumpen kann, da es ja ganz andere Eigenschaften hat als Zucker und nicht hygroskopisch ist. Ich sehe tatsächlich mit diesem Material eine gute Chance etwas zu bewirken wenn es gelingt die Feinststäube auszusieben.
Herzliche Grüße
Udo


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Re: Kieselgur-Behandlung

Beitragvon Udo » Mi 18. Sep 2013, 14:47

Manuel hat geschrieben:
Auf der Körperoberfläche der Insekten reagiert Kieselgurstaub mit den Fetten in der Wachsschicht der Epicuticula, saugt diese auf und führt damit zu einem unkontrollierten Wasserverlust, den die Tiere nicht ausgleichen können (Mewis und
Reichmuth 1999, Mewis und Ulrichs 1999, 2001, Subramaniam und Roesli 2000, Prasantha und Reichmuth 2002,
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Außerdem setze sich der Staub in die Gelenke der Mundwerkzeuge, Beine, Fühler und Geschlechtsteile, behindert so die Beweglichkeit und führt zu fortgesetzter Putztätigkeit, die jedoch oft nur in umso schnellerem Energieverlust und
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Soll das wirklich so ungefährlich sein. Ich habe da so meine Bedenken ...


Was ich bei meinen letzten Postings nicht wusste war folgender Hinweis in der von Klaus verlinkten Schrift, einen Absatz vor dem den Du Manuel zitiert hast.
...Die Skelette dieser Plankton-Organismen bestehen aus Siliziumoxid, das im Gegensatz zu Sand nicht kristallin sondern amorph vorliegt. Dieser Umstand verringert das Risiko der Entwicklung einer Silikose oder Staublunge bei Menschen, die den Staub mit ihrer Atemluft aufnehmen, weil in amorphem Siliziumoxid lange, stäbchenförmige Strukturen, die zu Entzündungen im Lungengewebe führen können, nicht vorkommen. Gesundheitliche Risiken für die Lunge beim technischen
Abbau von Kieselgur werden beleuchtet in der medizinischen Studie...


Ich hätte die Schrift aufmerksamer lesen sollen, entschuldige lieber Klaus. Das Siliziumoxid hier amorph und nicht kristallin vorliegt ändert die Sachlage. Ob die Bedenken die Du, Manuel, anführst auch bei der Biene zutreffen wage ich zu bezweifeln. Wäre es so hätten bei den ersten Versuchen schon massenhaft Bienen sterben müssen.

Um so mehr bin ich jetzt auf Dein Ergebnisse gespannt Klaus(!)
;) :shakehand:
Herzliche Grüße
Udo


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Re: Kieselgur-Behandlung

Beitragvon Honig-Klaus » Mi 18. Sep 2013, 23:30

Macht nicht´s Udo,

jedenfalls werde ich die Versuche mit Kieselgur weiter führen - gerade aus dem Sachverhalt heraus, dass es auch bei feuchter Wetterlage nicht Klumpt was Puderzucker tut!
Nach den Versuchen werde ich sehen, ob Kieselgur eine Alternative zur Puderzuckerbehandlung ist.
Bis dahin müßt Ihr euch noch gedulden.

LG Klaus
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Re: Kieselgur-Behandlung

Beitragvon Kaka100 » Do 26. Sep 2013, 22:28

bei neuerlicher Kontrolle bei den zwei Völkern die mit Kieselgur behandelt wurden, konnte ich keinen Milbenabfall feststellen. Das gibt mir zu Denken. Wenn jetzt um diese Zeit keine Milbe fällt

Ich werde wohl die Unterlage mit geöltem Küchenpapier belegen und nochmal "einnebeln"
Ich verwende "Sicosec" von Bergophor, ist sehr feines Zeug, 150 Gramm in einem Eimer mit ca. 8 Liter Inhalt.
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Re: Kieselgur-Behandlung

Beitragvon Honig-Klaus » Fr 27. Sep 2013, 00:53

Kaka100 hat geschrieben:bei neuerlicher Kontrolle bei den zwei Völkern die mit Kieselgur behandelt wurden, konnte ich keinen Milbenabfall feststellen. Das gibt mir zu Denken. Wenn jetzt um diese Zeit keine Milbe fällt
Kaka100 hat geschrieben:Ich hatte allerdings fast bis Ende August eine Langzeitbehandlung mit AS bei diesen LC Völkern gemacht.


- was soll da noch fallen. Bei einer Langzeitbehandlung mit AS gibt es nicht mehr viele Milben im Volk, da bei richtiger Anwendung dieser, die Varroamortalität bei über 90 % liegt!

Wäre besser gewesen deinen Kieselgur Versuch an noch unbehandelten Völkern zu machen und danach mit AS noch nachzubehandeln, um zu sehen, wieviel Milben dann noch fallen. So ergibt es keinen Sinn!

Ich werde die Versuche auch erst im Frühjahr wieder weiter führen - da die Völker hier durchbrüten, dann werden wir sehen.

Gruß Klaus
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Re: Kieselgur-Behandlung

Beitragvon Runner » Sa 28. Sep 2013, 09:39

Hallo miteinander!
Bienensenn und Honigklaus, ich hab euch nicht vergessen eine Antwort zu schreiben.Ich hab auch sofort geantwortet und als ich auf absenden gedrückt hatte, war der ganze mühsam geschriebene Artikel weg. Ich hab den Artikel schon fast verzweifelt gesucht aber der war einfach weg. Fast einen halb Stunden Arbeit, weg. Ich hab dann einen neuen Artikel geschrieben und diesmal hab ich Vorschau gedrückt, weil mein Weibchen gemeint hat, drücke zuerst Vorschau und dann Absenden, Peng Artikel war wieder nicht auffindbar.Meine Tochter meinte dann, dass ich den Bericht zuerst auf Office world schreiben sollte und dann rüber kopieren. Den Tipp hat mir später auch Udo gegeben als ich ihn die Geschichte schilderte.

Nun zu Bienensenn:
Ich wende die Asche selbst seit einem guten Jahr an.Ich habe auch den Endruck dass es funktioniert aber die Anzahl der gefallenen Milben lässt sich nur schwer ermitteln. In der heruntergefallenen Asche sind immer noch kleine, mini Kohlepartikel und die verwechselt man sehr leicht mit den Varroen. Auch bleibt am Oberträger etwas Asche hängen und wenn da offener Honig ist, aufgerissen Vom Zargen weg heben, dann ist es unvermeindlich ,dass sich die Asche mit dem Honig etwas vermischt. Aber es sind mir deshalb noch nie Bienen verreckt.Am Flugloch kommen dann Bienen heraus, die richtig mit Asche gepudert sind.Man sieht deutlich, dass sie sich beginnen zu putzen.Und das wollte ich ja schließlich erreichen.

Zu Honigklaus:

Entnimm doch bitte ein paar Antworten aus dem Bericht an Bienensenn.Die Asche bleibt immer ein bischen hängen.Aber bedenke, dass ich das nur im Brutraum anwende.Wenn mir da etwas an den Waben hängen bleibt, ist das ja im Brutraum, wo ich sowieso kein Honig entnehme, der bleibt drin.Und ich hatte noch nie den Eindruck, das mir Bienen deshalb verreckt wären. Gut, beim Abschmelzen könnte was zu Tage kommen, aber soweit bin ich noch nicht.

Klaus, Deine Methode Kieselgur verwerfe ich nicht!! Mir ist zu Deinem Bericht nur spontan meine Aschemethode eingefallen, deshalb hab ich das geschrieben.

Zu den Eierschalen: Kann ich auch was dazu sagen. Da wir ja Hühner haben fallen bei uns auch Eierschalen an. Diese hab ich am Anfang nur mit der Hna zerdrückt. Später mit dem Hammer nachgeholfen und dann den Hühnern wieder verfüttert. Klappt gut und sind wiederverwendet.
Eine ältere Dame, die wir auch mit Eiern beliefern, fragte mich ob ich nicht einen alten Mixer gebrauchen könne, da ich ja sonst auch alles gebrauchen kann. Ich schaute mir das Ding an und siehe da, wo ich den Mixer in der Hand hielt, wusste ich auch schon was man damit tun kann. Richtig, Eierschalen mixen. Und das funktioniert hervorragend. Wirklich total Feiner Staub, ich war total überrascht. Den Staub hab ich bis jetzt aber den Hühnern verfüttert. Auf die Idee das ganze bei den Bienen auszuprobieren bin ich noch nicht gekommen. Man würde die Varroen sicherlich besser erkennen als bei der Asche. Wenn ich wieder genügend zusammen habe an Eierschalen Staub, probier ich es aus. Ich sags euch dann.

Gruß Runner
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Re: Kieselgur-Behandlung

Beitragvon Udo » Sa 28. Sep 2013, 11:36

Runner hat geschrieben:.....Wenn mir da etwas an den Waben hängen bleibt, ist das ja im Brutraum, wo ich sowieso kein Honig entnehme, der bleibt drin......


Hallo Roland,
was ist denn mit dem Honig, bzw. Nektar im Brutnest der später umgetragen wird? Ich kann das alles nicht ordentlich beurteilen weil mir Erfahrungen fehlen. Aber ich lehne es innerlich irgendwie ab die Bienen mit "Rußpartikeln" zu belasten, rein gefühlsmäßig.
Wir hatten ja auch schon im Bienenforum.at die Diskussion mit dem Kanauberwachs. Eine Sache die ohne Thymol bei einigen Versuchen von Kollegen keine Wirkung zeigte. Manchmal habe ich das unbestimmte Gefühl das nur Puderzucker etwas bewirkt. Eventuell den speziellen Eigenschaften von Puderzucker unter optimalen Bedingungen geschuldet.
Es hat auch etwas mit meiner absoluten Abneigung zu tun unsere Bienen direkt mit irgendwelchen Stoffen zu belasten - nur um mal etwas auszuprobieren. Ob es nun Tenside/Pril bei der Mittelwandproduktion ist oder etwas anderes was die Bienen wieder mühsam entsorgen müssen.

Also Runner "leeve Jung", ich würde meine Kinder auch nicht mit Lehm einschmieren um sie zum "duschen" zu überreden.
Okey, war ein Scherz, ich weiß ja das Du das auch nicht tun würdest.
:zwinker: :kitzeln: :shakehand:
Herzliche Grüße
Udo


Wenn du dich zu 100% auf die Tiere einlässt, dann wirst du feststellen daß du dich von den Menschen immer mehr entfernst.
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Re: Kieselgur-Behandlung

Beitragvon Uwe » Sa 28. Sep 2013, 21:20

Moin,
zum Thema Holzasche möchte ich folgendes anmerken:
Erstmal ist reine Holzasche nichts anderes als über Jahre verrottetes Holz.
Nur es gibt einen Haken bei der Sache.
Bei der Oxidation von Holz fallen Schwermetalle an. Egal ob das Holz im Ofen verbrannt wurde oder es auf natürliche Weise verrottet ist.
Auf natürliche Weise der Oxidation machen die Schwermetalle keine Probleme, da dieser Prozess über Jahre andauert und nur geringe Ausmaße annimmt.
Bei der schnellen Verbrennung bleiben jedoch die Schwermetalle in konzentrieterer Form in der Asche zurück.
Ich denke nicht, dass das gut für unsere Bienen ist.
LG Uwe
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